Nationalparks
Die Idee, geschützte Gebiete einzurichten, kam erstmals im 19. Jahrhundert auf als William Wordsworth, George Catlin u.a. der Meinung waren, daß die US-Regierung ein Gesetz zum Schutz der Schönheit der Natur erlassen sollte. Später kamen auch in anderen Ländern solche Bestrebungen auf und Yellowstone National Park wurde 1872 der erste Nationalpark der Welt.
Dennoch stieß die Gründung des Yellowstone National Park nicht bei allen Einwohnern auf Gegenliebe. Menschen, die in der Nähe oder im Nationalpark lebten, rechneten aufgrund des Verbotes von Bergbauaktivitäten und der Gründung von Siedlungen innerhalb der Nationalparkgrenzen mit dem Schlimmsten für die lokale Wirtschaft. So kam es dann auch, daß der erste Superintendent des Yellowstone National Parks kein Gehalt bekam und auch keinerlei Mitarbeiter hatte, die ihm hätten helfen können, den Park zu schützen. Die Zerstörung des Parks schritt daher ohne ernstzunehmende Gegenwehr voran.
All das sollte sich ändern, als die U.S. Army 1886 Camp Sheridan (später in Fort Yellowstone umbenannt) gründete und die Mittel bereitstellte, sowohl Rohstoffe als auch Fauna und Flora des Parks effektiv zu schützen. Viele Gesetze, die in dieser Zeit verabschiedet wurden, sind vom 1916 gegründeten National Park Service übernommen worden. Die U.S. Army hat schließlich die Kontrolle des Parks am 31. Oktober 1918 an den National Park Service übergeben.
Mit der Gründung von Yellowstone National Park war es bereits offensichtlich geworden, daß es nicht einfach sein würde, neue Schutzgebiete zu gründen, wenn man sich die Schwierigkeiten vor Augen führt, die mit der Gründung von nur einem Nationalpark einhergingen. Das es dennoch möglich war, ist wahrscheinlich John Muir und seinen beeindruckenden Schreibkünsten zu verdanken, womit er viele Menschen und selbst US-Präsidenten inspirierte. John Muir’s Bemühungen, die ihm später den Beinamen „Vater der Nationalparks“ einbrachten, zahlten sich schließlich aus, als der U.S. Congress 1899 ein Gesetz verabschiedete mit dem die Gründung von Yosemite National Park und Sequoia National Park beschlossen wurde. John Muir ist auch einer der Gründer des Sierra Clubs, eine wichtige Naturschutzorganisation der USA. Ihm zu Ehren wurden auch zahlreiche Wege und Orte benannt, z.B. John Muir Trail, Muir Glacier und Mount Muir.
Die Gründung von Nationalparks war und ist wahrscheinlich das Beste, was zum Schutz der Natur und einheimischer Arten aus Fauna und Flora passieren konnte. Mittlerweile gibt es mehr als 3000 Nationalparks in 130 Ländern, die nicht nur zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt angelegt wurden, sondern auch zur Erholung und dem Tourismus dienen. Diese Parks ziehen Millionen von Menschen, Einheimische und Touristen, über das ganze Jahr hinweg an und bieten eine große Auswahl an Aktivitäten wie z.B. Wandern, Kanu fahren und Camping. Es gibt in diesen Parks auch häufig die Möglichkeit mehr zu erfahren, über die Natur und das empfindliche Ökosystem in dem wir leben, sei es durch Informationszentren oder Naturlehrpfade.
