Geographie

Die Hohen Tauern als Teil der Ostalpen sind ein Faltengebirge, die sich vor ca. 30 Millionen Jahren aus dem Meer erhoben. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn man Muscheln in 3.000 Metern Höhe findet. Durch den immensen Druck der Gesteinsmassen während dieser Faltung entstanden nicht nur kristalliner, brüchiger Schiefer sondern auch Bergkristalle wie z.B. der Smaragd. Durch die Erosion von Kalk wurde schließlich der aus Schiefer und Gneis bestehende Grundstock der Hohen Tauern freigelegt, der auch unter der Bezeichnung "Tauernfenster" bekannt ist.

Als das Land dann schließlich vor 600.000 Jahren von dicken Gletschern überzogen war, begannen diese Eismassen erste Täler in das Bergmassiv zu graben. Später wurden diese Täler durch Wasser der schmelzenden Gletscher sowie von Niederschlag weiter geformt.

Aufteilung des Nationalparks

Der Nationalpark Hohe Tauern ist in "Kernzone", "Außenzone" und fünf Sonderschutzgebiete aufgeteilt.

Kernzonen

Laut dem Salzburger Nationalparkgesetz sind diese definiert, als "Gebiete, die sich durch völlige oder weitgehende Ursprünglichkeit auszeichnen und in denen der Schutz der Natur in ihrer Ganzheit im öffentlichen Interesse liegt". Außerdem ist in der Kernzone "jeder Eingriff in die Natur und in den Naturhaushalt sowie jede Beeinträchtigung des Landschaftsbildes untersagt" (Nationalparkgesetz, §5).

Außenzonen

Außenzonen befinden sich außerhalb der Kernzonen des Nationalparks. In ihnen sind mit Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörden zahlreiche Aktivitäten möglich, die wesentliche Änderungen am Landschaftsbild verursachen könnten. Dazu zählen unter anderem die Errichtung von Straßen und Parkplätzen, den Abbau von Mineralien und die Anlegung künstlicher Gewässer sowie Veränderungen des Wasserlaufs bestehender Gewässer (Nationalparkgesetz, §4).

Sonderschutzgebiete

Sonderschutzgebiete wurden im Nationalparkgesetz definiert als "Gebiete zur vollen Erhaltung ihrer landschaftlichen oder ökologischen Bedeutung einschließlich ihrer Tier- und Pflanzenwelt" (Nationalparkgesetz, §6).

 

In der Kernzone (1.198 km2) des Nationalparks Hohe Tauern hat Naturschutz oberste Priorität, während die Außenzone (638 km2) bereits durch den Einfluß der Menschen geprägt ist und weniger strikten Auflagen unterliegt. Sonderschutzgebiete, von denen es zwei in Kärnten (Gamsgrube und Großglockner-Pasterze) und drei in Salzburg (Piffkar-Fusch, Wandl-Rauris und Inneres Untersulzbachtal) gibt, wurden aus besonderem wissenschaftlichem Interesse und aufgrund besonderer ökologischer Bedeutung angelegt.

Die höchsten Erhebungen im Nationalpark sind der Großglockner (3.797 m) und der Großvenediger (3.674 m). Im Westen beginnt der Park südlich des Pinzgau und erstreckt sich über Pongau und Salzachtal bis ins Salzburger Land.

Siehe auch

Fehlen Informationen, sind sie ungenau oder veraltet? Möchtet ihr euer Wissen mit uns teilen? Dann nutzt unser Kontaktformular.


Anzeige